Sandhya Hasswani

© Michael Lafon

Sandhya Hasswani

Sandhya Hasswani wurde 1987 in Bad Säckingen als Tochter eines indischen Vaters und einer englisch-deutschen Mutter geboren. Ihre Kindheit und Jugend verbrachte sie im Südschwarzwald, wo sie schon früh – wie auch über ihre schwyzerdütsche Gotte (Patentante) – in Kontakt zum Alemannischen trat.

Während der Schuljahre auf dem Scheffel-Gymnasium entdeckte sie im Leistungskurs Kunst die Freude am Illustrieren. Im Rahmen ihrer ehrenamtlichen young public affairs Nebentätigkeit reiste sie 2006 für eine NGO nach New York City, wo sie vor den UN einen Vortrag über disarmament of the nations hielt. Nach dem Abitur 2007 bereiste sie den Norden Indiens, wo sie während ihres neunmonatigen Aufenthalts für mehrere Ashrams und caritative NGO arbeitete, regelmäßig Entwicklungsberichte verfasste und an einer Übersetzung der Veden mitarbeitete. In Indien spürte sie u. a. ihren großväterlichen Wurzeln nach, erlernte Yoga und Meditation und betätigte sich karitativ.

Wieder in Deutschland absolvierte sie ein journalistisches Studium (Darmstadt, Freiburg) mit einer Zusatzausbildung in Kreativem Schreiben. Ab 2014 arbeitete sie als freie Journalistin bei Tageszeitungen in Süddeutschland, schrieb über lokale Themen, interviewte z. B. den heutigen Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier, den Wissenschaftler Rangar Jogeshwar und Wetterfee Claudia Kleinert.
In den ersten Jahren als Mutter blieb ihr mehr Zeit für intensive Beschäftigung mit der Sprache, aber auch für kreative Arbeit mit Farbe, Pinsel und Kamera.

In Zusammenarbeit mit der Muettersproch-Gsellschaft, Kultur-uffm-Wald, der Freilichtbühne Klausenhof und der Trachtenvereinigung Alt-Hotzenwald organisierte sie öffentliche Aktionen: Zwei Schülerwettbewerbe 2016 und 2019 in alemannischer Sprache auf dem Hotzenwald mit 400 Teilnehmern verschiedener Schulen. Sie engagierte sich u. a. im Verein Aktiver Hotzenwald und erprobte sich als Netzwerkerin. Sie ist befreundet mit Markus Manfred Jung, dem derzeit wohl bekanntesten alemannischen Dichter aus dem Wiesental.

2017 und 2018 erschienen in Zusammenarbeit mit dem Künstlerpaar Gelderblom-Olivieri zwei Sagenkalender; 2020 erschien ihr erstes Buch „Sagenhafter Hotzenwald“, dem weitere Werke folgten:
2021 – Chind un andri Ploge wo glücklich mache
2022 – Die letzte Äbtissin
2023 – Die kleine Seerose