Silke Amberg-Villars schreibt feministisch motivierte Romane, die das Vater- bzw. Muttersein von einer anderen Seite beleuchten. Wie definiert sich eine Frau heute, wie ein Mann? Sie thematisiert die Sprachlosigkeit innerhalb einer Beziehung. Grundlage ihrer Romane ist die Überzeugung, dass es nicht eine einzige Wahrheit, sondern immer verschiedene Perspektiven auf die gleiche Geschichte gibt. Durch die knallhart personale Sichtweise taucht die Leser*in in die Gedanken der Hauptpersonen ein, um sich letztlich ganz mit ihnen zu verbinden.
Ihre Sprache ist emotional und lässt die Leser*in atemlos weiterrasen. An besonders von Gefühlen geprägten Stellen schlagen die kurzen, minimalistischen Sätze wie Hiebe auf die Leser*in ein. In diesen Momenten häufen sich die Punkte. Das wird auch in den Roman-Titeln aufgenommen : « Ich gehe. » und « Plötzlich. ».
Ihr erster Roman „Ich gehe.“ erschien 2018 im Schweizer eFeF-Verlag. Ihr zweiter Roman „Plötzlich.“ wurde im Frühjahr 2021 im Schweizer Caracol-Verlag veröffentlicht.